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Félix Vallotton, L'église de Souain en silhouette (Silhouette der Kirche von Souain), 1917, Öl auf Leinwand, 97 x 130 cm, National Gallery of Art, Washington. |
79 80 8180 - Félix Vallotton Im Gegensatz zu Bonnard führte Vallotton sein Werk zu Ende. Er benutzte die in der Champagne angefertigten Studien als Vorlage und zeichnete mit der für ihn charakteristischen Genauigkeit eine Trümmerlandschaft im milden Licht der Abendsonne. Es gleitet über die eingestürzten Mauern und die Spitzbögen, die erkennen lassen, daß hier eine Kirche stand. Zwischen den herabgefallenen Steinen und Dachziegeln wachsen Blumen, und dunkle, in den Himmel ragende Baumsilhouetten heben sich vom hellen Hintergrund ab. Die Harmonie der Farben ist perfekt, der Malstil flächig wie in der japanischen Malerei, die Komposition durch die Farbgebung gegliedert. All das steht im Widerspruch zum Motiv: Vallotton war sich dessen bewußt und verschärfte den Gegensatz so, daß die Absurdität der Vernichtung des Menschen durch den Menschen in aller Deutlichkeit erscheint, die Natur bleibt jedoch unverändert. Während seines Aufenthalts in der Champagne und in den Ardennen und auch nach seiner Rückkehr nach Paris versuchte Vallotton mehrmals, diesen Schock eindrucksvoll zu gestalten, war aber nie zufrieden mit den Ergebnissen, was ihn dazu bewog, sein Gemälde Verdun im kubistisch-futuristischen Stil zu gestalten. |