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C. R. W. Nevinson, A Bursting Shell (Ein Geschoß schlägt ein), 1915, Öl auf Leinwand, 76,2 x 55,9 cm, Tate Gallery, London. Henri Gaudier-Brzeska, Un de nos obus explose (Eines unserer Geschosse schlägt ein), 1915, Bleistift auf Papier, 22 x 28,5 cm, Musée national d'art moderne, Paris. |
42 43 4443 - C. R. W. Nevinson und Henri Gaudier-Brzeska Das Gemälde von Nevinson und die Zeichnung von Gaudier-Brzeska entstanden im selben Jahr und sind vortizistischer Inspiration. Beide suchten einen neuen Weg, nicht mehr den der Schilderung oder der Beschreibung, sondern den der synkopischen und geometrischen Transkription der Explosion. Zwei geometrische Grundformen werden assoziiert: rechteckige und dreieckige erinnern an durch die Luft fliegende Granatsplitter, geschwungene und spiralenförmige an Flammen und Rauchschwaden. Diesen plastischen Ausdrucksmitteln fügt Nevinson die Farbe hinzu, die chromatische Analyse des Feuerscheins einer Explosion auf engem Raum, wobei jedoch unklar ist, ob es sich um Trümmer, einen Unterstand oder einen Trichter handelt. Die Zeichnung gehört zu einer kleinen Reihe von Skizzen, die der Bildhauer in den letzten Monaten seines Lebens in den vordersten Linien der Front im Artois angefertigt hat. Das Ende 1915 in London ausgestellte Gemälde wurde ausgiebig besprochen. Ein Kritiker sah darin "reinen Futurismus, ohne einen Hauch von Realismus", bewunderte jedoch das "unaussprechliche Gefühl einer unwiderstehlichen, zerstörerischen Kraft". Trotzdem behielt dieses Gemälde eine Sonderstellung in Nevinsons Werk. |