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Otto Dix, Sturmtruppe geht unter Gas vor, 1924, Aquatinta, 35,3 x 47,5 cm, Deutsches Historisches Museum, Berlin. |
20 21 2221 - Otto Dix De Groux' Vision ist halb realistisch, halb phantastisch. Die von Dix gleitet ab, wird zum Alptraum. Aus der Nähe und von vorn gezeichnet, Handgranaten werfend, zwischen Stacheldraht und aus der Erde ragenden Wurzeln liegend, haben die Soldaten, deren Gesichter unter Gasmasken verborgen sind, nichts Menschliches mehr an sich, wie auch der Ort nicht wirklich zu sein scheint, im Niemandsland der Schützengräben. Bemerkenswert ist, daß Dix deutsche und nicht feindliche Soldaten darstellt. Eine solche Radierung, die zum Zyklus Der Krieg gehört, welcher 50 Platten umfaßt, mußte 1924 in der Öffentlichkeit Anstoß erregen, weil es Dix gegenüber den Soldaten, seinen ehemaligen Kameraden, am gebührenden Respekt fehlen ließ. Im Gegensatz zur Verherrlichung des Heldentums prangert er die verheerende Vernichtungswut an. |